Taubenschwänzchen
Macroglossum stellatarum
Lebensraum
Der Taubenschwänzchen kommt in fast allen Biotopen Südeuropas und von Nordafrika bis China und Japan vor. Diese Schmetterlingsart ist ein wandernder und nachtaktiver Schmetterling, der sowohl tag- als auch nachtaktiv ist. Der Taubenschwänzchen wandert von Süden nach Nordwesten Europas. Aufgrund der niedrigen Temperaturen ziehen die erwachsenen Tiere ab September von den Niederlanden nach Südeuropa, um dort zu überwintern. Im Frühjahr fliegen die Jungtiere in die Niederlande.
Erscheinungsbild
Wirtspflanzen und Nektarpflanzen
Wirtspflanzen sind spezielle Pflanzen, auf denen Schmetterlinge wie der Taubenschwänzchen ihre Eier ablegen. Sobald die Eier schlüpfen, fressen die Raupen diese Pflanzen. So wachsen die Raupen heran, bis sie groß und stark genug sind, um sich in Schmetterlinge zu verwandeln. Deshalb sind Wirtspflanzen für das Überleben von Schmetterlingsarten unerlässlich, denn ohne Wirtspflanzen gibt es keine Raupen und damit letztlich auch keine Schmetterlinge.
Jede Schmetterlingsart hat ihre eigenen Lieblingspflanzen. Die Raupe ernährt sich von folgenden Wirtspflanzen: Echte Labkraut (Galium verum), Färberkrapp (Rubia tinctorum) und Wiesen-Labkraut (Galium mollugo).
Die meisten Schmetterlingsarten, wie beispielsweise der Taubenschwänzchen, benötigen Nektar zum Überleben. Die Schmetterlinge beziehen ihren Nektar von Nektarpflanzen. Nektar ist eine zähflüssige Flüssigkeit, die aus Blüten gewonnen wird. Diese Flüssigkeit enthält viel Zucker, geringe Mengen an Proteinen und Vitaminen. Nektar liefert dem Taubenschwänzchen die Energie, die es zum Fliegen benötigt.
Der Taubenschwänzchen ernährt sich von Lavendel (Lavandula), Echte Eisenkraut (Verbena officinalis), Sommerflieder (Buddleja), Rote Spornblume (Centranthus ruber), Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare), Heckenkirschen (Lonicera), Gewöhnliche Seifenkraut (Saponaria officinalis), Wasserdost (Eupatorium), Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus), Flammenblumen (Phlox), Fleißige Lieschen (Impatiens walleriana) und Ringdisteln (Carduus).
Um dem Taubenschwänzchen zu helfen, pflanzen Sie nektarreiche Pflanzen mit langen, röhrenförmigen Blüten in Ihren Garten. Der Taubenschwänzchen hat nämlich einen langen Rüssel und ernährt sich von den tiefer gelegenen Blüten. Seine Eier legt er auf Labkraut (Galium). Pflanzen Sie diese Pflanzen in einer Ecke Ihres Gartens, damit sich die Raupen entwickeln können. Taubenschwarmarten mögen es außerdem wärmer. Sorgen Sie deshalb für geschützte, sonnige Plätze, an denen die Pflanzen gut blühen.
Vorsicht bei einigen Pflanzenarten
Die Beeren und Blätter des Heckenkirschen (Lonicera) sind giftig. Verschlucken kann Erbrechen und Übelkeit verursachen.
Alle Teile des Gewöhnliches Schneeballs (Viburnum opulus) sind für Menschen giftig.
Der Wasserdost (Eupatorium) wird in der Naturheilkunde verwendet. Diese Pflanze hat eine heilende Wirkung auf Leber, Harnwege, Nieren, Knochen, Gelenke und Verdauungssystem. Der Verzehr großer Mengen ganzer Pflanzen macht diese Pflanze giftig.
